22 neue Künstler für das Sziget bestätigt

Rund zwei Dutzend neue Acts haben ihr Konzert-Visum für ihre Reise zum Sziget Festival auf die „Freiheitsinsel“ beantragt – und natürlich ausgestellt bekommen. Darunter befindet sich eine der besten britischen Live-Bands, Biffy Clyro, und mit Mika einer der talentiertesten und aufregendsten Pop-Performer derzeit. Außerdem beehren uns das Londoner Dubstep-Duo Nero mit ihrer Sängerin und natürlich viele, viele weitere Bands zwischen dem 5. und dem 12. August in Budapest.


Biffy Clyro werden natürlich auf der Hauptbühne spielen, denn normalerweise füllen die Briten Stadien und treten auf den größten Festivals im Vereinigten Königreich auf. Ihre gewaltigen Live-Auftritte gehören zum Besten, was man auf der Bühne erleben kann, was nicht nur Kritiker der einflussreichsten Medien erkannt haben, sondern vor allem ihre Anhänger auf der ganzen Welt. Im Januar erschien das neue Album „Opposites“, der Nachfolger der überaus erfolgreichen Platinplatten „Only Revolutions“ und „Puzzle“, und ging direkt auf Platz eins der britischen Charts. Nebenbei sackten die Schotten noch den einen oder anderen Preis ein wie den der besten britischen Band bei den NME Awards oder den als beste Live Band 2011 sowohl bei den NME als auch den Q Awards.

Michael Holbrook Penniman, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Mika, ist einer der talentiertesten und buntesten Pop-Künstler unserer Zeit. Er weiß genau, wie ein Star sein muss, und macht nebenbei auch noch fast klassische Songs, die ihm schon eine Grammy-Nominierung einbrachten. Natürlich wird er beim Sziget nicht nur seine Hits spielen, sondern auch mit den Liedern seines jüngsten Albums „The Origin Of Love“ die Herzen der Zuschauer vor der Hauptbühne erobern.

Die futuristischen und ultradynamischen Auftritte von Nero sind ebenfalls schon Legende. Seit 2010 heizen Daniel Stephens und Joe Ray, die beiden Produzenten und Elektrosoundbastler, zusammen mit ihrer fantastischen Sängerin Alana Watson den Ravern mit ihrem Wahnsinn aus Dubstep, Drum’n’Bass und House ein. Beim Sziget werden sie die Masse im Arena Zelt zum Tanzen bringen.

Regina Spektor ist eine Anti-Folk Sängerin aus New York und passt an einem Spätnachmittag ganz blendend auf die Hauptbühne. Ihr einzigartiger Stil wurde von Folk, Punk, Rock, HipHop, Jazz und klassischer Musik beeinflusst. Sie kann auf eine schier unendliche musikalische Vorstellungskraft bauen. In ihren Liedern wechselt sie immer wieder die Perspektiven, als ob sie jedes Mal verschiedene und neue Rollen spielen wollte, um das zu verdeutlichen, was ihr wichtig ist.

Ganz anders kommt eine der aktivsten Techno-Pop-Produktionen daher: Booka Shade aus Deutschland. Sie betreten die Arena Bühne mit ihrer furiosen Show. Bereits seit 25 Jahren stehen Walter Merziger und Arno Kammermeier gemeinsam auf der Bühne und begriffen sich – ungewöhnlich für dieses Genre – stets als Liveband. Ihre äußerst intelligente elektronische Musik ist der richtige Sound für eine unvergessliche Party.

Unter den vielen Musikern, die für das gigantische Arena Zelt bestätigt wurden, findet sich die mystische, monumentale, leidenschaftliche Alternative-Rock-Band The Joy Formidable. Ihre Gitarrenmusik ist gleichzeitig dynamisch und zurückgelehnt. Eher abstrakt kommt Erol Alkan daher. Der Londoner Elektro-DJ mit seiner grenzenlosen Fantasie kennt keine Scheu vor Genres und produzierte nebenbei Remixe für so unterschiedliche Künstler wie die Scissor Sisters, Franz Ferdinand, Bloc Party, Daft Punk, Tame Impala oder Mylo. Felix Cartal wiederum ist mit seinen relativ jungen Jahren schon ein international renommierter kanadischer Musiker, DJ und Produzent. Er ist ebenfalls ein großer Stilmischer und kombiniert soliden Pop mit massivem House. Ein weiterer Grund also, das große Zelt beim Sziget auszutesten.

Einer der populärsten niederländischen Folk-Rocker ist Blaudzun. Im Februar erhielt er den holländischen Edison Award (vergleichbar mit dem Deutschen Schallplattenpreis oder dem Brit Award) als bester männlicher Künstler. Bleiben wir bei den Benelux-Staaten: Eher rar auf den internationalen Bühnen sind Bands aus Luxemburg. Ein Trio aus dem Kleinstaat namens Monophona will das mit seinem Auftritt beim Sziget ändern. Sie werden Liebhaber von eleganter, minimalistischer und melancholischer elektroakustischer Live-Sets begeistern und verzaubern. Ein dritter Act aus der Gegend ist das Reggae-Kollektiv Splendid aus Den Haag. Sie verbinden Rocksteady mit Soul und sind damit nicht nur in ihrer Heimat bekannt geworden, sondern haben ihre Message in ganz Europa verbreitet und alle Menschen erreicht, die Reggae lieben.

Auf der A38 Stage stehen ebenfalls wieder etliche bekannte Namen. Natasha Khan zum Beispiel, besser bekannt als Bat for Lashes. Die populäre Londoner Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin mit ihrer geheimnisvollen Stimme verbreitet auch auf ihrem dritten Album – für die ersten beiden, „Fur and Gold“ aus dem Jahr 2006 and „Two Suns“ aus dem Jahr 2009 wurde sie jeweils für den Mercury Prize nominiert – ihren traumhaften Pop-Appeal. Flogging Molly dagegen sind eher für ihren rustikalen Celtic Punk bekannt und kommen ebenfalls zum Sziget angereist, um auf der A38 einen ihrer stets umjubelten Auftritte zu spielen.

Die Musiker von The Cribs sind genauso selbstbewusst wie ihre Musik. Seit der Trennung von The Smiths haben sie die britische Indie-Community aus der Dunkelheit geführt, spielte doch zwischendurch sogar Johnny Marr mit ihnen zusammen. Bislang kam kein englisches Festival ohne ihre Beteiligung aus, da freuen wir uns natürlich, dass sie dieses Jahr auch nach Budapest kommen.

Die englische Elektropop-Diva Little Boots ist eine Ikone ihrer Generation. Ihre betörenden Melodien erinnern an den Synthie-Pop der 80er ohne retro daherzukommen. Im Mai erscheint ihr zweites Album „Nocturnes“. Dunkel und massiv: Das ist der Techno des französischen Musikers, DJ und Produzenten Gesaffelstein. Sein Auftritt beim Sziget lebt von der Präzision und der Erfahrung des Mannes und schafft eine dichte Atmosphäre auf dem Dancefloor. Dub FX kommt von der Straße und ist ein grandioser Beatboxer und Live-Looper, der seine Popularität den sozialen Netzwerken verdankt – und natürlich vor allem seiner überragenden musikalischen Qualität. Er war auf allen fünf Kontinenten unterwegs und hat, das darf man ohne Übertreibung sagen, die Straßenmusik revolutioniert. dOP sind drei kreative, unwiderstehliche Männer aus Paris. Sexy sind sie natürlich obendrein. Damien Vandesande, Clément Aichelbaum und Jonathan Illel wissen genau, wie man organische elektronische Musik mit echten Instrumenten kombiniert und wie man eine Lounge-Atmosphäre schafft, indem man Funk, Jazz, klassischen und Minimal House miteinander vermengt. Die Donots müssen wir an dieser Stelle wahrscheinlich sowieso nicht groß vorstellen. Ihr Punkrock ist nicht erst seit ihrem letzten Album „Wake The Dogs“ deutschlandweit bekannt. Hoffmaestro, diese elfköpfige Band, vereinigt eine Vielfalt von Einflüssen, die sie zu etwas gebündelt hat, was die Schweden als „Skank-a-tronic Punkadelica“ (so auch der Titel ihrer letzten Platte) bezeichnen, eine dynamische Mischung von vielen verschiedenen Genres von Ska über Reggae, Techno und Punk bis hin zu Country. Rangleklods wiederum kommt aus Dänemark, lebt in Berlin und ist ein Performer der Extraklasse. Er glaubt an die Improvisation und revolutioniert seinen Sound immer wieder dadurch, dass er die Hauptstücke aus seinem Laptop immer wieder mit kleinen spontanen Tricks anreichert und das Publikum mit in seine Auftritte einbezieht. Last but not least freuen wir uns auf die Holländer von Daily Bread. Sie spielen ihren überwältigenden Garagenrock und sind auch für New-Wave- und Chill-Wave-Klänge offen.

Bleibt dran: In den kommenden Wochen präsentieren wir noch viele weitere große Musiker und Künstler, die im August auf dem Sziget Festival spielen werden.